Update Januar 2026

Im Dezember 2025 erhielten wir ein Schreiben vom Anwalt der Eigentümerin, dass eine neue Planung für das Haus in Arbeit ist und nochmals Vermessungsarbeiten in den Wohnungen nötig sind. Wir sind gespannt ob dann zumindest der Abriss des Vorderhauses vom Tisch ist. Es geht also vielleicht langsam, nach vielen Jahren in denen der Großteil des Hauses leer steht, weiter mit einer Modernisierung. Das wäre angesichts des Berliner Wohnungsmarkts zwar sehr wünschenswert,  aber das Haus soll dann in Eigentumswohnungen umgewandelt werden. Das ist meist nicht gut für günstige Mieten, wenn die Wohnungseigentümer nicht selber darin wohnen, was eher selten der Fall ist.

Im tiefsten Winter in der Kälte, erst bei einem Eigentümer und dann bei uns
Am 3. Januar 2026 kam es durch einen Anschlag auf die Stromversorgung im Süden Berlins zu einem Stromausfall, der 5 Tage, bis zum 7. Januar anhielt. Die ehemalige Miteigentümerin und Frau eines Eigentümers der Jagowstrasse nutze dies um ihre eigene Betroffenheit online darzustellen.

Mit diesem Stromausfall erlebt nun auch mal der eine Eigentümer wie es ist wenn es kalt wird, so wie bei uns schon mehrmals und teilweise für mehrere Wochen.

Dazu aus einem von vielen Artikeln aus der Presse.

>>„Sie fände den Stromausfall in Berlin „nicht so lustig“, erklärte die in Norddeutschland(edit) geborene Pop- und Soulsängerin ihren Followern. „Es ist kalt – und es ist dunkel. Und wir haben keinen Kamin, wir haben kein Internet und keinen Empfang zu Hause“, so die 45-Jährige in ihrer Instagram-Story.

In einem zweiten Posting am Sonnabend meldete sich STF(edit) aus einem Hotel in Berlin. „Für uns ist es kein Problem, wir können ins Hotel gehen. Aber was machen andere Leute?“, fragte sie.“<<

„Andere Leute“, so wie in der Jagowstrasse, machen dann eins: frieren! Denn auch wir haben keinen Kamin. Bei unserem letzten Heizungsausfall, als es weniger kalt war als aktuell, gab es nach massiven MieterInnenprotest immerhin einen Elektroradiator pro Wohnung. Damit konnte man dann ein Zimmer auf Temperaturen um 18 °C heizen. Nun haben wir aber seit dem 8.1.2026 auch keine Heizung, weil das Heizöl im kleinen Tank (< 4500 l) wegen der niedrigen Außentemperaturen und des zugigen Hauses schneller zur Neige ging als erwartet. Nachschub soll es erst am 12.1. geben. Das bei Außentemperaturen unter – 10 °C. Wir dürfen dann also auch insgesamt ca. 5 Tage frieren, denn trotz Elektroradiatoren, die sich einige Mieter in den Ausfallperioden privat zugelegt hatten, kommt in einer Wohnung mit guter elektrischer Versorgung kein Raum mehr auf über 18 °C, die meisten erreichen nur noch Temperaturen von maximal 15 °C. Insbesondere Nachts fällt die Temperatur deutlich darunter. Zudem können viele MieterInnen wegen der überwiegend alten Elektrik nur mit einem Radiator heizen.

Aber vielleicht sollten dieses Mal bei STF und ihrem Mann klingeln und um Unterschlupf bitten, so wie sie das schon öfters für Bedürftige tat und in der Presse ausbreitete: „Die Sängerin hat sich wiederholt für andere Menschen eingesetzt: Während der Flüchtlingskrise 2015 nahm STF(edit) eine geflüchtete Mutter aus Syrien mit fünf Kindern in ihrer Villa im Grunewald auf. Im März 2022 setzte sie ihr Engagement fort und bot einer aus der Ukraine geflüchteten Mutter und ihren Kindern Unterschlupf.“ Es dürfte dann mit zusätzlich 19 Menschen aber ziemlich eng bei ihr werden.